Desiderate einer gesetzlichen Neuregelung der Suizidassistenz - ein moraltheologischer Blick auf ein schwieriges Unterfangen = Desiderata of a legal regulation of suicide assistance - a moral-theological view on a difficult task

Bei der gesetzlichen Neuregelung der Suizidassistenz in Deutschland sollten der Ausbau der Suizidprävention und die Vermeidung einer Normalisierungstendenz, die zwangsläufig aus der Implementierung der Suizidassistenz im Gesundheitssystem resultieren würde, oberste Priorität haben. Entgegen Konzepte...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
Nebentitel:Desiderata of a legal regulation of suicide assistance - a moral-theological view on a difficult task
1. VerfasserIn: Bormann, Franz-Josef 1965- (Verfasst von)
Medienart: Druck Aufsatz
Sprache:Deutsch
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Veröffentlicht: [2021]
In: Zeitschrift für medizinische Ethik
Jahr: 2021, Band: 67, Heft: 4, Seiten: 511-524
normierte Schlagwort(-folgen):B Deutschland / Suizid / Sterbehilfe / Regulierung / Genehmigungsvorbehalt / Sorgfaltspflicht / Transparenz / Moraltheologie
RelBib Classification:KBB Deutsches Sprachgebiet
NCH Medizinische Ethik
XA Recht
weitere Schlagwörter:B procedural protection concept
B Suicide Prevention
B prozedurales Schutzkonzept
B Suizidassistenz
B suicide assistance
B Suizidprävention
Beschreibung
Zusammenfassung:Bei der gesetzlichen Neuregelung der Suizidassistenz in Deutschland sollten der Ausbau der Suizidprävention und die Vermeidung einer Normalisierungstendenz, die zwangsläufig aus der Implementierung der Suizidassistenz im Gesundheitssystem resultieren würde, oberste Priorität haben. Entgegen Konzepten einer niederschwelligen ärztlichen Suizidhilfe wird hier dafür plädiert, ein prozedurales Schutzkonzept mit Pflichtberatung, psychiatrischer Überprüfung der Willensfreiheit und zentraler Genehmigungsinstanz zu entwickeln, um einen transparenten Zugang zu tödlichen Substanzen zu schaffen. Verstöße gegen die in diesem Konzept enthaltenen Sorgfaltspflichten sollten unabhängig davon, ob sie von Einzelpersonen oder Sterbehilfevereinen begangen werden, strafrechtlich geahndet werden.
With the new legal regulation of suicide assistance in Germany the expansion of suicide prevention and the avoidance of a normalization tendency, which would inevitably result from anchoring suicide assistance in the healthcare-system, should have top priority. Contrary to concepts of low-threshold suicide assistance by physicians, it is advocated here to develop a procedural protection concept with compulsory counseling, psychiatric examination of the free will and a central approval authority in order to create transparent access to lethal substances. Violations of the due diligence obligations contained in this concept should be prosecuted by criminal law regardless of whether they are committed by individuals or euthanasia associations.
ISSN:0944-7652
Enthält:Enthalten in: Zeitschrift für medizinische Ethik