Sind Werte willkürlich?: Möglichkeiten und Grenzen rationaler Normbegründung - illustriert anhand von Marquis de Sades Hobbes-Kritik

"Sind moralische Werte rein dezisionistische Festsetzungen, die zwar einen Anspruch auf Verbindlichkeit erheben, diesen aber nicht einzulösen vermögen? Sind die so genannten Wertwissenschaften Disziplinen, die gar keine Wissenschaft sind, weil sie die Kriterien, die für die Wissenschaft gelten,...

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Bibliographic Details
Main Author: Waibl, Elmar (Author)
Format: Print Article
Language:German
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Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2000
In: Ethica
Year: 2000, Volume: 8, Issue: 3, Pages: 227-239
Standardized Subjects / Keyword chains:B Value ethics
B Theological ethics
B Ethics
B Norm
B Sade, Marquis de 1740-1814 / Value / Norm justification / Hobbes, Thomas 1588-1679
RelBib Classification:NCA Ethics
VA Philosophy
Description
Summary:"Sind moralische Werte rein dezisionistische Festsetzungen, die zwar einen Anspruch auf Verbindlichkeit erheben, diesen aber nicht einzulösen vermögen? Sind die so genannten Wertwissenschaften Disziplinen, die gar keine Wissenschaft sind, weil sie die Kriterien, die für die Wissenschaft gelten, nicht erfüllen? Eines ist klar: Wertpostulate sind keine Tatsachen; über ihre Geltung kann nicht entschieden werden wie über empirische Tatbestände. Dennoch sind sie, wie hier gezeigt werden soll, nicht beliebig, sondern können in ihrem Verbindlichkeitsanspruch rational begründet werden - allerdings nur eingeschränkt, nämlich nur innerhalb normativer Prämissen, die ihrerseits nicht mehr rational begründbar sind. SADEs Kritik an HOBBES vermag die für die Ethik ebenso zentrale wie intrikate Frage nach Möglichkeiten und Grenzen rationaler Normbegründung in exemplarischer Weise schlüssig zu veranschaulichen."
ISSN:1021-8122
Contains:In: Ethica