Elusa

(arab. el-Ḫalaṣa, isr. Ḥalūṣā) am Besor im Negeb, Gründung der Nabatäer (Nabatäerreich) am Araba-Oboda-Gaza-Zweig der Weihrauchstraße im 3.Jh. v.Chr. Aus E. stammt die älteste nabatäische Inschrift, nennt einen König Aretas (fraglich, ob Identität mit 2 Makk 5,8 von 169 v.Chr.). Ausgrabungen Colt-Ex...

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Bibliographic Details
Main Author: Wenning, Robert 1946- (Author)
Format: Electronic Dictionary entry/article
Language:German
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Published: 2015
In: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Year: 2015
Online Access: Volltext (lizenzpflichtig)
Volltext (lizenzpflichtig)
Description
Summary:(arab. el-Ḫalaṣa, isr. Ḥalūṣā) am Besor im Negeb, Gründung der Nabatäer (Nabatäerreich) am Araba-Oboda-Gaza-Zweig der Weihrauchstraße im 3.Jh. v.Chr. Aus E. stammt die älteste nabatäische Inschrift, nennt einen König Aretas (fraglich, ob Identität mit 2 Makk 5,8 von 169 v.Chr.). Ausgrabungen Colt-Expedition 1938 und A.Negev 1973, 1979–1980 weisen ein Theater (1./2.Jh. mit Kontinuität bis 6.Jh.), eine Weinpresse, Gräber und eine große Kathedrale (größte Basilika im Negeb, um 350 n.Chr., dreischiffig ca.17,70×39,45 m mit Atrium ca.29,60×32,80 m, in 2. Phase um 450 n.Chr. dreiapsidial) nach. E. wird statt einer Stadtmauer durch eine Serie von unverbundenen Türmen geschützt. Nach Hier. (vit.Hil. 25) besaß E. einen berühmten Tempel der Venus (Astralrel.), verehrt von den Arabern als Morgenstern. Christianisiert durch Hilarion (vor 371 n.Chr.), Bf.sitz und Distrikthauptstadt mit Rhetorenschule (4.Jh.) in der »Palaestina Tertia« bis 8.Jh., danach Bauwerke als Steinbruch genutzt; heute von Dünen überlagert (bes. die noch unerforschte byz. Stadt).
ISSN:2405-8262
Contains:Enthalten in: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Persistent identifiers:DOI: 10.1163/2405-8262_rgg4_SIM_04276