Deutsches Evangelisches Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes
Nachdem u.a. 1877 der Deutsche Verein zur Erforschung Palästinas, 1893 die École Biblique und 1898 die Dt. Orient-Gesellschaft gegründet worden waren (Ausgrabungen: III.), organisierte sich in Deutschland das kirchl.-theol. Interesse an der Erforschung des Hl. Landes. Unterstützt von Wilhelm II., wu...
| Main Author: | |
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| Format: | Electronic Dictionary entry/article |
| Language: | German |
| Check availability: | HBZ Gateway |
| Interlibrary Loan: | Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany) |
| Published: |
2015
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| In: |
Religion in Geschichte und Gegenwart online
Year: 2015 |
| Online Access: |
Volltext (lizenzpflichtig) Volltext (lizenzpflichtig) |
| Summary: | Nachdem u.a. 1877 der Deutsche Verein zur Erforschung Palästinas, 1893 die École Biblique und 1898 die Dt. Orient-Gesellschaft gegründet worden waren (Ausgrabungen: III.), organisierte sich in Deutschland das kirchl.-theol. Interesse an der Erforschung des Hl. Landes. Unterstützt von Wilhelm II., wurde das DEI auf der Eisenacher Konferenz am 19.6.1900 als Stiftung der dt. ev. Landeskirchen gegründet und am 15.11.1903 durch seinen ersten Vorsteher G.Dalman (1903–1914/17) in Jerusalem eröffnet. Nach Stiftungsurkunde bzw. Satzung (PJ 1, 1905, 1–5) dient das DEI der Förderung der Altertumswiss. Palästinas und deren Vermittlung an Kirche und Öffentlichkeit. Dazu werden archäologische Projekte durchgeführt und jährlich Lehrkurse für Stipendiaten vor Ort durchgeführt. Neben Oberflächenuntersuchungen wurden Grabungen u.a. in Madeba, Gadara, Jerusalem (: VIII.) unter der Erlöserkirche, Kallirhoe und Kinneret durchgeführt. Nach Vakanz übernahm 1921–1923 A.Alt das Amt des Vorstehers. Danach wurde es von den Jerusalemer Pröpsten kommissarisch geführt. Erster Direktor nach dem 2. Weltkrieg wurde M.Noth (1964–1968). 1978 konnte in Amman eine Zweigstelle eröffnet werden, die sich zu einem der wichtigsten archäologischen Institute in Jordanien entwickelte. Seit 1981 hat das DEI in Ost-Jerusalem seinen Sitz auf dem Gelände der Kaiserin Auguste Victoria-Stiftung. Geleitet werden beide Institute von einem Verwaltungsrat (Geschäftsführung im Kirchenamt der EKD). Quellen zur Gesch. sind neben den Akten u.ä. (v.a. im Ev. Zentralarchiv Berlin) und den Sammlungen (v.a. im Gustaf-Dalman-Institut der Universität Greifswald) die institutseigenen Zeitschriften, nämlich PJ (1905–1941), JbDEI (seit 1989) und OuO (seit 1996), daneben ZDPV (seit 1878) als wiss. Organ des Instituts. |
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| ISSN: | 2405-8262 |
| Contains: | Enthalten in: Religion in Geschichte und Gegenwart online
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| Persistent identifiers: | DOI: 10.1163/2405-8262_rgg4_SIM_07880 |



