Graf, Karl Heinrich

Graf, Karl Heinrich (28.2.1815 Mühlhausen, Elsaß – 16.7.1869 Meißen), Theologe und Orientalist, 1839–1843 Hauslehrer in Paris, 1847–1868 Lehrer für Hebr. und Franz. in Meißen, seit 1852 mit Prof.-Titel. G.s bleibendes Verdienst für die atl. Wiss. ist die gemeinsam mit A.Kuenen und J.Wellhausen durch...

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Bibliographic Details
Main Author: Gertz, J.C. (Author)
Format: Electronic Dictionary entry/article
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
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Published: 2015
In: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Year: 2015
Online Access: Volltext (lizenzpflichtig)
Volltext (lizenzpflichtig)
Description
Summary:Graf, Karl Heinrich (28.2.1815 Mühlhausen, Elsaß – 16.7.1869 Meißen), Theologe und Orientalist, 1839–1843 Hauslehrer in Paris, 1847–1868 Lehrer für Hebr. und Franz. in Meißen, seit 1852 mit Prof.-Titel. G.s bleibendes Verdienst für die atl. Wiss. ist die gemeinsam mit A.Kuenen und J.Wellhausen durchgesetzte Spätdatierung der damals als die älteste Quellenschrift des Pentateuch geltenden und als Grundschrift bez. Priesterschrift. Eine Anregung seines Lehrers E.Reuß aufnehmend, wies G. nach, daß die gesetzlichen Partien der P in den Büchern Ex bis Num jünger sind als das Dtn (Die gesch. Bücher des AT, 1866). Hatte G. die erzählenden Stücke in P anfangs noch als »Geschichtsbuch des Elohisten« von der Spätdatierung ausgenommen, so ließ er sich von den Argumenten Kuenens für die Zusammengehörigkeit der Geschichtserzählung und der Legalpartien überzeugen und datierte P insg. in nachdtn. Zeit (AWEAT 1/4, 1869).
ISSN:2405-8262
Contains:Enthalten in: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Persistent identifiers:DOI: 10.1163/2405-8262_rgg4_SIM_08968