Die räumliche Re(kon-)figuration der Religion

Dieser Beitrag beschäftigt sich weniger mit der Theologie als mit der »Öffentlichkeit«, wie sie allerdings auch für die »öffentliche Theologie« relevant ist. Öffentlichkeit kann dabei nicht nur als »öffentlicher Raum« verstanden werden. Weil sich insbesondere die moderne Öffentlichkeit durch den Geb...

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Bibliographic Details
Main Author: Knoblauch, Hubert 1959- (Author)
Format: Electronic Article
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2024
In: Ethik und Gesellschaft
Year: 2024, Issue: 2, Pages: 1-22
Standardized Subjects / Keyword chains:B Publicity / Digitalization / Sociology / Theology / History
RelBib Classification:FA Theology
KAA Church history
ZB Sociology
ZG Media studies; Digital media; Communication studies
Online Access: Volltext (kostenfrei)
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Description
Summary:Dieser Beitrag beschäftigt sich weniger mit der Theologie als mit der »Öffentlichkeit«, wie sie allerdings auch für die »öffentliche Theologie« relevant ist. Öffentlichkeit kann dabei nicht nur als »öffentlicher Raum« verstanden werden. Weil sich insbesondere die moderne Öffentlichkeit durch den Gebrauch unterschiedlicher Medien auszeichnet, nimmt ihre Räumlichkeit auch mediatisierte Züge an. Damit geht die These einher, dass die Veränderung dieser Vermittlung oder »Mediatisierung« des sinnhaften, körperlich-sinnlichen und eben objektiviert-materialisierten Handelns mit einer räumlichen Veränderung verbunden ist. Entgegen der Annahme einer globalen Ausweitung der Kommunikation und einer abnehmenden Rolle der Räumlichkeit beobachten wir eine Refiguration, bei der die entgrenzende Netzwerklogik des Internets konflikthaft auf die territorialen Logik stößt. Diese Spannung kennzeichnet auch die Religion und ihre Öffentlichkeit, denn mit der Digitalisierung wird der öffentliche Raum inhaltlich nicht mehr von großen institutionellen Akteuren beherrscht, und auch die Rolle der Expert*nnen ändert sich. Sie stehen nun selbstermächtigten Subjekten gegen, die ihre zunehmend subjektivistischen Anliegen in sich massiv ausweitenden öffentlichen Diskursen verhandeln können.
ISSN:2365-6565
Contains:Enthalten in: Ethik und Gesellschaft
Persistent identifiers:DOI: 10.18156/eug-2-2024-art-2