Fiqh und Hermeneutik im klassischen Islam: zum Spannungsfeld von Normenlehre und Sprache in den Werken des Universalgelehrten Ibn Qutaiba (gest.276/899)

Die Verbindung von Sprache und fiqh zeigt sich insofern klar, als die Normen (aḥkām) im theologisch-rechtlichen Kontext u.a. direkt von den arabischen Überlieferungstexten des Koran und der Sunna ergründet werden. Die Lehren tafsīr, fiqh bzw. uṣūl al-fiqh spielen hier eine wichtige Rolle. Im vorlieg...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:  
Bibliographische Detailangaben
1. VerfasserIn: Haggag, Mahmoud 1973- (Verfasst von)
Körperschaft: Peter Lang GmbH. Verlag
Medienart: Druck Buch
Sprache:Deutsch
Subito Bestelldienst: Jetzt bestellen.
Verfügbarkeit prüfen: HBZ Gateway
WorldCat: WorldCat
Fernleihe:Fernleihe für die Fachinformationsdienste
Veröffentlicht: Berlin Bruxelles Chennai Lausanne New York Oxford Peter Lang [2024]
In: Reihe für Osnabrücker Islamstudien (Band 49)
Jahr: 2024
Schriftenreihe/Zeitschrift:Reihe für Osnabrücker Islamstudien Band 49
normierte Schlagwort(-folgen):B Ibn-Qutaiba, ʿAbdallāh Ibn-Muslim 828-889 / Fikh / Islamisches Recht / Sprache / Adab / Islamische Theologie / Hermeneutik
weitere Schlagwörter:B Hochschulschrift
B Ibn Qutaybah, ʻAbd Allāh ibn Muslim (828-889?)
B Qurʼan Hermeneutics
Online-Zugang: Inhaltstext (Verlag)
Inhaltsverzeichnis
Beschreibung
Zusammenfassung:Die Verbindung von Sprache und fiqh zeigt sich insofern klar, als die Normen (aḥkām) im theologisch-rechtlichen Kontext u.a. direkt von den arabischen Überlieferungstexten des Koran und der Sunna ergründet werden. Die Lehren tafsīr, fiqh bzw. uṣūl al-fiqh spielen hier eine wichtige Rolle. Im vorliegenden Buch wird das Thema fiqh und Hermeneutik im klassischen Islam thematisiert, indem das Spannungsfeld von Normenlehre und Sprache anhand der Werke des Universalgelehrten Ibn Qutaiba (gest. 276/899) erforscht wird. In seinem Konzept zur Texthermeneutik, vor allem in Bezug auf die schwerverständlichen Texte des Koran und der Sunna, betont Ibn Qutaiba das Verhältnis von Sprache, adab und fiqh und appelliert für einen interdisziplinären sprachlich-theologisch Zugang. In diesem Konzept konzentriert er sich auf den Umgang mit der textuellen Ambiguität als Herausforderung der uṣūl-Lehre und legt Wert auf die Lehren ġarīb, muškil und muḫtalif, die im islamisch-rechtlichen Diskurs auf das Verstehen schwerverständlicher und scheinbar widersprüchlicher Passagen abzielen.
The connection between language and fiqh is clear insofar as the norms (aḥkām) in the theological-legal context are explored directly from the Arabic traditional texts of the Koran and the Sunnah, among other things. The teachings tafsīr, fiqh and uṣūl al-fiqh play an important role here. This book addresses the topic of fiqh and hermeneutics in classical Islam by exploring the tension between norms and language on the basis of the works of the polymath Ibn Qutaiba (d. 276/899). In his concept of textual hermeneutics, especially with regard to the hard-to-understand texts of the Koran and the Sunnah, Ibn Qutaiba emphasizes the relationship between language, adab and fiqh and appeals for an interdisciplinary linguistic-theological approach. In this concept, he concentrates on dealing with textual ambiguity as a challenge to the uṣūl teachings and attaches importance to the teachings ġarīb, muškil and muḫtalif, which aim to understand passages that are difficult to understand and seemingly contradictory in Islamic legal discourse
Physische Details:222 Seiten
ISBN:978-3-631-92317-7