Religion und Wirtschaft als Metaphernschatz
Der Beitrag behandelt ausgewählte Metaphern im Verhältnis von Religion und Wirtschaft. Damit thematisiert er einen Aspekt der Geschichte des ökonomischen und religiösen Denkens, der eher vernachlässigt worden ist. Zu den untersuchten Metaphern gehören „die unsichtbare Hand“, die laut Adam Smith (172...
| Main Author: | |
|---|---|
| Contributors: | |
| Format: | Electronic Article |
| Language: | German |
| Check availability: | HBZ Gateway |
| Interlibrary Loan: | Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany) |
| Published: |
2025
|
| In: |
Handbuch Wirtschaft und Religion
Year: 2025, Pages: 537-565 |
| Online Access: |
Volltext (kostenfrei) |
| Rights Information: | CC BY 4.0 |
| Summary: | Der Beitrag behandelt ausgewählte Metaphern im Verhältnis von Religion und Wirtschaft. Damit thematisiert er einen Aspekt der Geschichte des ökonomischen und religiösen Denkens, der eher vernachlässigt worden ist. Zu den untersuchten Metaphern gehören „die unsichtbare Hand“, die laut Adam Smith (1723-1790) den wirtschaftlichen Markt „lenkt“, der „Fetischcharakter der Ware“, den Karl Marx (1818-1883) im Kapital untersucht, die von Georg Simmel (1858-1918) aufgegriffene Wendung „das Geld ist der Gott unserer Zeit“ sowie der von Ernst Bloch (1885-1977) und Walter Benjamin (1892-1940) gebrauchte Ausdruck „Kapitalismus als Religion“. Umgekehrt sind um 1900 ältere Begriffe wie „Lohn“ und „Verdienst“ sowie neu geschaffene – etwa „Heilsökonomie“ und „Heilsgüter“ – in religiöser Reflexion oder im Nachdenken über Religion zu lesen, die der ökonomischen Sphäre oder zumindest dem Sachverhalt des Tausches entstammen. Die sporadischen Befunde ergeben in systematisierender Hinsicht, dass religiöse Sachverhalte mit Bezug auf wirtschaftliche Semantik beschrieben werden, um sie mit bekannten Mitteln zu verdeutlichen; denn religiöse Transzendenz ist prinzipiell nicht darstellbar, sondern muss mit immanenten, vertrauten Mitteln zur Sprache gebracht werden. Umgekehrt wird religiöse Semantik (auch in ihrer säkularisierten Gestalt) für die Beschreibung wirtschaftlicher Vorgänge dann herangezogen, wenn diese anders nicht zu erklären oder zu vermitteln sind – vor allem in Bezug auf das Paradox des Marktes, des Mehrwerts von Produkten und einigen Ausprägungen des Konsumverhaltens. |
|---|---|
| Item Description: | Literaturverzeichnis: Seite 564-565 |
| ISBN: | 9783110982374 |
| Access: | Open Access |
| Contains: | Enthalten in: Handbuch Wirtschaft und Religion
|
| Persistent identifiers: | DOI: 10.1515/9783110982152-020 |



