Die Religion der Römer eine Einführung

"Wenn sie nicht fressen wollen, so sollen sie wenigstens saufen!" Mit diesen Worten ließ ein verärgerter römischer Feldherr heilige Hühner ins Meer werfen, als sie die Nahrung und mithin ein gutes Vorzeichen für eine bevorstehende Schlacht verweigerten. Schlacht und Flotte gingen verloren,...

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Bibliographic Details
Main Author: Rüpke, Jörg 1962-
Format: Print | Book Review
Language:German
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Published: München Beck 2001
Standardized Subjects / Keyword chains:B Roman Empire / Religion
Further subjects:B Mythology, Roman
B Religion
B Ara Victoriae (Rome)
B index
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B religion
B Rome Religion
B Rome
B bibliography
B Rome Civilization
B antiquity
B Classical antiquity
B Literaturverzeichnis/Bibliographie
Online Access: Buchrezension (H-Soz-u-Kult)
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Description
Summary:"Wenn sie nicht fressen wollen, so sollen sie wenigstens saufen!" Mit diesen Worten ließ ein verärgerter römischer Feldherr heilige Hühner ins Meer werfen, als sie die Nahrung und mithin ein gutes Vorzeichen für eine bevorstehende Schlacht verweigerten. Schlacht und Flotte gingen verloren, worüber sich kein anständiger Römer wunderte - hatte der Feldherr doch gröblich den Willen der Götter mißachtet. Und die Götter waren die wahren Herren Roms. Jörg Rüpke bietet eine moderne Einführung in die Religion der Römer. Er zeigt, wie die Zahl der Götter und ihrer Kulte in dem Maße wuchs, je stärker sich das römische Reich ausdehnte und man aus allen Teilen des Imperiums neue Gottheiten nach Rom importierte. Neben die alten Gottheiten wie etwa Iuppiter, dessen Gattin Juno oder den Kriegsgott Mars traten beispielsweise die ägyptische Isis und der orientalische Mithras - und später führte eine jüdische Sekte sogar einen seltsamen gekreuzigten Gott ein, den seine Anhänger Christus nannten. Alle diese Götter hatten ihre Kulte, und je genauer man die vorgeschriebene Kultpraxis einhielt, um so gewisser durfte man sich des göttlichen Beistands erfreuen. Die Römer bemühten sich, durch Opfer, Gelübde, Feste oder die Errichtung von Tempeln die Gunst der Himmlischen zu erringen - und folgten zu diesem Zweck einem regelrechten Festkalender. Insgesamt macht das Werk deutlich, daß die Ausübung der Religion für die Römer sehr viel mehr als für den modernen Menschen eine existenzielle Angelegenheit jedes einzelnen und nicht bloß der Beruf der Priester war.
Item Description:Literaturverz. S. [237] - 247.
ISBN:3406471757